Beziehungscoach, Autorin & Künstlerin
Vom »Mich verbiegen für Liebe« zu »Mich in mir selbst geborgen fühlen.«
Als ich noch verheiratet war, hatte ich oft so ein subtiles Gefühl, mich in meinem eigenen zu Hause nicht richtig frei bewegen zu können.
Immer war ich in Habacht-Stellung, bloß nicht anzuecken.
Harmonie um jeden Preis.
Ab und zu bin ich dann explodiert – hat mich das Chaos zu Hause genervt, habe ich versucht, das zu bekommen, was mir fehlte und bin doch gegen unsichtbare Mauern gerannt.
Aus Angst, die Familie zu zerstören, allein da zu stehen und weil ich meinen Mann trotz allem liebte, habe ich viel erduldet.
Bis irgendwann klar war: Es geht nicht weiter.
Ich war am Ende einer Sackgasse gelandet. Dann begann ein intensiver Befreiungsprozess.
Von der Trennung – die zum Glück sehr friedlich ablief – zu einer herausfordernden Seelenpartnerschaft, die mich auf mich selbst zurückwarf.
Heute fühle ich mich schon ziemlich gut in mir selbst zu Hause.
Ich muss nicht mehr meinen Partner dafür verantwortlich machen, dass es mir gut geht und kann gleichzeitig kommunizieren, was ich brauche.
Ich kann dableiben, mich für mich einsetzen.
Wenn du magst, nehme ich dich ein Stück mit auf meinem Weg, wie ich bis hier gekommen bin.
Bleib dran!
Mein Weg zum Beziehungscoach: 7 Schritte zur Geborgenheit in mir
Schritt 1 – Öffnung des Weltbildes: Materie ist nicht alles
Begonnen hat meine Reise damit, dass mein früheres, rein materialistisches Weltbild zusammenbrach. Ich bin in Ostdeutschland in einem Haushalt groß geworden, wo selbst der christliche Glaube verpönt war, als gefährlich galt.
Ich glaubte an Wissenschaft, Fakten und alles, was man anfassen konnte. Mein Denken war mein Zufluchtsort.
Als Studentin, Anfang 20, entdeckte ich meine Freude an asiatischer Kampfkunst und dabei begann sich mein Weltbild erstmals zu öffnen. Energie wurde etwas, das alles Leben durchdrang und nicht nur die Glühbirne zum Leuchten brachte. Ich begann, mich für neue Sichtweisen auf die Welt zu öffnen und eine erste Ahnung zu erhaschen, dass wir Menschen nicht nur horizontal verbunden sind, sondern vertikal in etwas Größeres eingebunden sind.
Schritt 2 – Eigene Talente entdecken und weiterentwickeln
Während meiner Jahre als Studentin begann ich, neue Talente in mir zu entdecken. Was macht mir wirklich Freude? Ich begann bildhauerisch tätig zu werden und baute meine Fähigkeit des Schreibens im Rahmen einer Studentenzeitung aus. Ich nahm sogar eine zeitlang wieder Klavierunterricht.
Am liebsten hätte ich zu einem Kunststudium gewechselt. Aber ehrlicherweise fehlte mir dazu der Mut und die Unterstützung von daheim.
Also habe ich mein BWL-Studium durchgezogen. Was blieb, war die Sehnsucht nach dem Ausdruck meiner Gefühle in künstlerischer Form.
Schritt 3 – Selbstreflexion: Mich selbst verstehen lernen
Ebenfalls zu Studienzeiten kam ich in Kontakt mit Themen, die unsere menschliche Psyche und Verhalten erklärten. Im Fachbereich Organisation faszinierte mich alles, wo es um Gruppendynamik, Unternehmenskultur und das zwischenmenschliche Miteinander ging.
Ein Freund öffnete meinen Geist für Werke von Paul Watzlawick und ich begann intensiver, auch über mich selbst zu reflektieren. Es ist jetzt 30 Jahre her, doch seitdem hat mich der Wunsch nicht mehr losgelassen, tiefer in das Phänomen Mensch und das Leben hier auf der Erde einzusteigen.
Vor allem lerne ich, mich selbst immer besser zu verstehen und anzunehmen.
Ungefähr 20 Jahre später begann ich, systematisch in mir aufzuräumen. Dazu diente mir als Leitfaden eine Online-Selbstcoaching Akademie. Sie half mir, ein tiefes Verständnis für die Muster und Prägungen in mir zu erlangen. Dazu gab es nicht nur spirituelles Wissen, sondern praktisches Wissen aus der Gehirnforschung. So wurde es möglich, die Dinge auch ganz bodenständig zu erklären.
Ich entwickelte eine enorme Expertise darin, mich selbst zu analysieren, zu reflektieren und Energien in mir zu verändern. Doch ehrlicherweise blieb der wahre Durchbruch noch aus.
Schritt 4: Annehmen und Fühlen
Einige Jahre konsumierte ich zahlreiche Workshops, Seminare und Angebote, die mir helfen konnten, meine Muster zu lösen. Doch egal wie glorreich die Versprechen waren – irgendwie lief es nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte.
Bis ich an den Punkt kam, zu erkennen, dass ich meine Probleme, Schwierigkeiten und all die unangenehmen Gefühle einfach weg haben wollte.
Genau das ist der Mechanismus, der nicht funktioniert. Denn wenn wir Dinge weghaben wollen, sind wir im Widerstand und mit unserem Fokus energetisch da, wo wir gar nicht sein wollen.
Mein nächster großer Entwicklungsschritt bestand also darin, zu lernen, anzunehmen, was ist.
Frieden zu schließen, mit all dem, wogegen ich so lange angekämpft hatte. Und zu lernen, zu fühlen, einfach zu sein, mit dem, was gerade ist.
An diesem Punkt merkte ich zum ersten Mal spürbare Veränderungen. Es wurde leichter in mir. Ängste ließen nach.
Mein größter Erfolg war es, dass ich es schaffte, meinen Job, der mich schon einmal ins Burnout getrieben hatte, zu kündigen – ohne genau zu wissen, was ich stattdessen machen sollte.
Schritt 5 – Loslassen lernen
Es war zwar nicht das erste Mal, aber immer bewusster erfuhr ich, wie wichtig es für mich ist, loszulassen.
Nachdem ich diesen Schritt bei meinem Job geschafft hatte, stand er als nächstes im persönlichen Bereich an.
Es dauerte noch einige Jahre, bis ich so weit war. Doch irgendwann kam der Punkt, an dem ich wusste, dass es für meine Ehe keine Rettung mehr gab.
Nicht jeder Mensch hat so viele Loslass-Aufgaben wie ich. Seit ich mich in den letzten Jahren angefangen habe, mit Astrologie zu befassen, machte alles mehr Sinn. Denn mein Mondknoten, das Zeichen für die Bestimmung, liegt im Raum der Transformation.
Krisenbewältigung wurde eine meiner Kernkompetenzen. Es waren in meinen Augen keine riesigen Dramen, sondern mehr dieses Loslassen von dem, was nicht mehr stimmig ist. Dieses Loslassen lernen steigerte sich noch im Laufe der Zeit.
Schritt 6: Für mich da sein
Ich hatte früh gelernt, mich um andere zu sorgen. Ständig waren die Antennen ausgefahren, was wohl von mir erwartet werden könnte, wie ich mich verhalten musste, um akzeptiert zu sein. Nach meiner Scheidung lernte ich einen Mann kennen, der mich auf mich selbst zurückwarf. Loslassen wurde kein Sprint, sondern ein Marathon.
Auch wenn viele Erlebnisse mit ihm schmerzhaft waren, lernte ich, für mich da zu sein. Denn wenn immer ich mit dem Fokus bei ihm war, versuchte, die Beziehung zu kontrollieren, mich irgendwie anzupassen, ging irgendetwas gewaltig schief.
Ich möchte nicht behaupten, dass dieser Prozess abgeschlossen ist, doch inzwischen gelingt es mir immer besser, mich auf mich zu fokussieren und nicht mehr so sehr aufs Außen.
Schritt 7 -Universelle Verbundenheit leben
Wie gelingt es, das Leben nicht als Last zu empfinden, sondern als etwas Freudvolles? Wie kann ich kraftvoll in der Welt wirken, das tun, was mir wirklich Freude bereitet, mich innerlich erfüllt, Sinn stiftet und gut davon leben?
Auf solch fundamentale Fragen gibt es nicht unbedingt den einen Erkenntnismoment – zumindest bei mir nicht.
Viele Erfahrungen, Inspirationen aus Büchern, von Mentorinnen und eigene Aha-Erlebnisse gaben mir den Schlüssel hierfür: Universelle Verbundenheit leben.
Dieses Erkennen, dass ich immer verbunden bin, gab mir mehr und mehr Halt.
Doch erst, seit ich es nicht nur vom Kopf her weiß, sondern es auch fühle und vor allem: lebe.
Solange ich alles kontrollieren will, kann ich mich nicht aus meinem größeren Selbst heraus führen lassen…
Indem ich die Kontrolle loslasse, bewusst in diese Verbundenheit gehe, kann ich spüren, dass das Leben mehr Leichtigkeit gewinnt. Fließen statt zu kämpfen.
Auf diesem Weg bin ich gerade. Manchmal gibt es noch heftige Stromschnellen, doch insgesamt wird es immer leichter, fließender, lebendiger.
Wenn etwas knirscht und ich in Frust oder Angst rutsche, kann ich mich immer besser halten und wieder neu ausrichten. Ich fühle mich zunehmend lebendig, prickelnd und beginne, das Leben wirklich zu genießen.
Ich freue mich, wenn wir ein Stück dieses Weges gemeinsam gehen.
Wie das konkret aussehen kann?
Das bespreche ich gerne mit dir in einem kostenfreien persönlichen Beratungsgespräch.
Da schauen wir gemeinsam, wo du gerade stehst und welche Möglichkeiten es gibt, dich zu begleiten.
Danksagung: Die Fotos von mir auf dieser Seite sind dem wachsamen Auge, geduldigen Hinspüren und dem künstlerisch-handwerklichen Können von Markus Bronold entsprungen.